Rettet den Hausverstand –
oder: Less is more, more or less …

„Für die schweren Aufgaben suche ich eine faule Person aus, denn diese findet den leichtesten Weg, sie zu lösen“, soll eines von Bill Gates’ Management Mottos sein.

Immer mehr gewinne ich den Eindruck, dass wir sowohl in Wirtschaft als auch in der Gesellschaft vollkommen über(fr)essen, aber nicht satt sind? Verwirrt und gerädert versuchen wir den Fokus wieder zu finden, uns zu regenerieren, um die nächsten ‚Multi-Tasking-Aufgaben’ in der Firma bewältigen zu können. Von einer Überforderung in die nächste Reizüberflutung.

Nein, nicht ‚speed kills’ sondern ‚too much kills’. Kontrollierter Speed kann sogar gesund sein, wenn effektiv und mutig gehandhabt. But too much is too much. Nebenstehendes Beispiel mag das illustrieren …

Bildnachweis: brandeins, Ausgabe 07/2016 – Schwerpunkt Digitalisierung: Wir nennen es Fortschritt

Im Organisationsgeschehen steht die Forderung nach einem etwas fundamentaleren ‚Back to the roots’? im Raum (nicht nur kosmetisch z.B. durch die Implementierung von betrieblichen Gesundheitsprogrammen). Managementkonzepte, Organisationsmodelle, Strategieansätze und Leitbilder – alles im Überfluss vorhanden.

Management by Hausverstand wurde zunehmend abgelöst durch Management by Powerpoint. Wir leben einen Informations- und Tool-Überfluss, wo keiner mehr durchsteigt. Bedeutet nicht Powerpoint, dass ich sich jemand 10 Stunden vorbereitet, um eine 10-seitige Präsentation zu produzieren was er in 10 Minuten hätte auch sagenkönnen?…

Aber welche Lösungen können aus diesen Symptombeschreibungen für die Management- und Organisationspraxis abgeleitet werden?

Vermeidung der Krankheit ‚Meetingitis’: z.B. durch Entrümpelung (welche Meetings brauchen wir überhaupt?), weiteres durch Mutation von Sitzungen in Stehungen und – ganz zentral – durch Entwicklung einer offenen, sachlichen Konfrontationskultur (zum Punkt kommen, nicht nur höflich zustimmen und nachher konträr handeln, Kritik nicht persönlich nehmen, …)

  • Verschlankung der Reporting- und Mail-Kultur: Weg von einem ‚Kennzahlen-Wust’ hin zu wenigen KPI’s. Diese wenigen sollen wiederum mehr im persönlichen Dialog gepflegt, gemonitored und intern gebenchmarked werden.
  • Mail-Systeme auf den Kern reduzieren – es ist ein Informations- und kein Kommunikationstool.
  • Wenn Erhebungen und Befragungen, dann nach dem KISS-Prinzip: Keep it simple and short! Weg von Fragenfriedhöfen hin zu wenigen und klaren quantitativen Fragen, deren Ergebnisse qualitativ besprochen und interpretiert werden. Und zwar offen im Team und in einer konstruktiven Konfliktkultur.
  • Weg von Momentaufnahmen hin zu einem Entwicklungsmonitoring: Maßnahmen konsequent aus Befragungen ableiten (Zauberwort = TUN) und von den Mitarbeitern regelmäßig Resonanz einholen (kurz und kompakt).
  • Weg vom ISO-Wahn hin zum authentischen und selbstverantwortlichen Mitdenken eines jeden Einzelnen. Es braucht Stabilität in den wichtigsten Prozessen, aber auch Flexibilität im ad hoc Auslegen und im flexiblen (sprich kundenorientierten) (Re)agieren. Lebt nicht Ihre Organisation auch ein Paralleluniversum? ISO und Audit am Papier, gelebt wird aber anders.
  • Nachhaltige Steigerung der Fitness bezüglich Veränderungen im Unternehmen. Das Unternehmen ist keine Maschine, die einmal jährlich einer Generalinstandhaltung unterzogen wird, sondern besteht aus Menschen, die nachhaltig, eigenverantwortlich und mit Freude sich selber managen . Gönnen Sie Ihrer Organisation auch eine regelmäßige Gesundenuntersuchung – mit More Than Checks natürlich …
     
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