Resümee 2020 und Ausblick 2021

Beginnen wir Ursachen zu behandeln, dann brauchen wir nicht wieder eine Krisenintervention an Symptomen.

Prosit altes Jahr. Ich habe viel gelernt 2020. Die ‚Chancen der Krise‘ heißt es so schön. Meine Learnings in Kürze: Es geht uns gut, es fehlt uns wenig. Ja, wir sind sogar großteils überfressen und keiner ist satt. Alles können wir gleichzeitig haben, sehen, bestellen, retournieren. Überall können (konnten?) wir hinfahren und -fliegen. Die Welt ist eindeutig überhitzt, sie hat großes Fieber. Die Behandlung ist angelaufen, Maßnahmen über Maßnahmen. Auch wenn unsere Politiker viel ‚Schmerzensgeld‘ bekommen, beneide ich sie in dieser komplexen Situation nicht. Egal was sie entscheiden, die Kritiker wird es immer geben. Das ist auch gut so, solange die Kritik wertschätzend bleibt. Man bedenke nur, in wie vielen Ländern der Welt Kritik nicht einmal im Ansatz möglich ist. Wir haben die Behandlung der Krankheit der Erde begonnen. Lockdown I, II, III. Der Lichtblick am Ende des Tunnels. Verhaltensänderungen, Abstand, Hygiene, u.v.m. Ad hoc-Symptombekämpfung ist vermutlich zurzeit auch alternativlos. Er herrscht momentan zu viel Angst und Panik. Die Hintergründe habe ich bereits einige Male reflektiert. Positive Kommunikation wurde zu wenig kultiviert. Wer auf den Hausverstand setzte, hat verloren.

Meine 6 Wünsche für 2021 (und darüber hinaus):

  1. Lernen wir alle wieder, mit weniger auszukommen. Less is more – more or less! Das Wenige ist so wertvoll, wenn wir es in Beziehung zu wirklicher Armut in anderen Ländern setzen.
  2. Erhöhen wir unsere eigene Gesundheitskompetenz. Die Krise zeigt uns, dass wir nicht wegen jeder Kleinigkeit einen Arzt oder ein Medikament brauchen (Wartezimmer bleiben leer). Es geht im Leben eher um Prävention. Stärken wir unser Selbstvertrauen durch Natur, Bewegung und Ernährung.
  3. Bleiben wir kritisch und achten wir auf Bildung: Meinen Glauben an viele Medien habe ich 2020 kurzzeitig verloren, als Message Control auch in Österreich KURZ Einzug gehalten hat. ORF & Co sind dann doch wieder etwas aufgewacht. Meine große Bitte an die Medien dieses Landes möchte ich – wie schon so oft – wiederholen: Kommt konsequent einem Bildungsauftrag nach. Informiert objektiv und bleibt – auch wenn von Inseraten, Presseförderung, etc. abhängig – kritisch.
  4. Schätzen wir diejenigen mehr (auch finanziell), die viel leisten und wenig verdienen (Pflege, etc.). Meine große Hoffnung ist, dass 2020 diese Dysbalance erkannt wurde und nun endlich erste Schritte in Richtung Korrektur gesetzt werden.
  5. Mutige und konstruktive Politiker, die auch gute Ideen anderer wertschätzen und nicht sofort (wie im Affekt) vernichten. Mut auch, eigene Wege zu gehen. Ich weiß, global betrachtet, hängt vieles zusammen. Ich frage mich auch oft, wie unabhängig ein kleines Land wie Österreich noch agieren kann. Wie frei sind unsere Politiker wirklich?
  6. Hoffentlich lernt unsere Staatsorganisation auch aus der Krise etwas! Es klingt hart, aber mit welchen Datensystemen und -inseln in Zeiten der Digitalisierung Entscheidungen getroffen wurden, da sind wir wirklich ein Entwicklungsland (da kommt der Informatiker in mir durch). Mein Appell an die Politik und Medien in diesem Land: Entflechtet diese hochbürokratische Organisation des Staates. So wie jeder einzelne von uns auf Gesundheit achten sollte, ja sich verändern muss, so erwarte ich mir das auch vom Unternehmen Österreich. Auch da wiederhole ich mich, wissend dass Staaten sich ungefähr so langsam ändern wie die Institution Kirche …

Alles Beste für 2021 meinen Freunden und Kollegen und bitte um Verständnis, dass ich aus Gründen der Vereinfachung auf die Unterscheidung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet habe. Selbstverständlich meine ich immer alle Geschlechter.

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