Digital Mind Change | Warum ‚Digital‘ immer größer geschrieben wird als ‚Mind‘

Aufgrund meiner Erfahrungen mit ganz unterschiedlichen Firmen geht es beim Thema Digitale Transformation um Folgendes:

  • Dem Thema ‚Mind Change‘ wird bei digitalen Transformationsprojekten zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Manager ticken nach ZDF (Zahlen – Daten – Fakten). Daher wird viel Fokus (und somit Geld) auf digitale technische Lösungen und Tools gelegt. Der Mensch MUSS einfach mit, ob er will oder nicht.
  • Digitale Veränderungsprojekte sollten gar nicht in bestehenden Projektmanagementstrukturen abgearbeitet werden. Business Cases und klassische Planung nach dem Wasserfallprinzip sind der Tod solcher Initiativen. Es braucht Mut bei Unternehmen, diese ‚modernen‘ Ideen in freie Labs auszulagern.
  • Es geht – wie häufig angenommen – nicht um einen potenziellen Generationenkonflikt. Die Millenials, die Ys, etc. brauchen im Sinne von Komplementarität, Diversität und Synergie die ‚Alten‘. Und umgekehrt. Gelingt diese Brücke, dann ist der Erfolg sichergestellt.
  • Digitalisierung hat immer 3 Ebenen, bei denen angesetzt werden kann:
    • Automation und Prozessoptimierung: Perfekte, IT- und Cloudgestützte Lösungen integrieren und verknüpfen Prozesse im Unternehmen und sogar außerhalb durch die Einbeziehung von Lieferanten, Kunden und assoziierten Unternehmen.
    • Digitale und Smarte Produkte. Der Fokus liegt auf digitalen Services und Produkten, die aufbauend auf den Kernkompetenzen des Unternehmens für bestehende und neue Kunden geschaffen werden.
    • Digitale Business Modelle: Hier reden wir von der ‚Königsdisziplin‘ der Digitalisierung: Neue Geschäftsmodelle entstehen, indem bestehende Kompetenzen eines Unternehmens weiterentwickelt werden und verknüpft werden zu neuen, diversifizierten Lösungen für Kunden. IT und Cloud machen das ‚connecting the dots‘ sehr leicht möglich.
  • Wir wissen, dass Vorbildmanagement das wirksamste ‚Cultural Change Tool‘ ist. D.h. Das Top-Management ist unbedingt gefordert, Diversität zuzulassen und zu managen. Das Loslassen von klassischen Führungstools stellt dabei eine besondere Herausforderung dar.
  • Jede Digitalisierung MUSS ihren Ausgangspunkt bei heutigen und zukünftigen Kundenbedürfnissen haben. Die Generierung eines ‚Added Values‘ für die Kunden und somit für das Unternehmen bildet die Grundlage.

Nur nichts verändern.
10 Gesetze für die Erfolglosigkeit bei digitalen Transformationsprojekten:

  1. Lassen Sie die junge Generation links liegen. Jeder muss sich seinen Aufstieg im Unternehmen erst verdienen.
  2. Versuchen Sie, digitale Innovationen in den bestehenden Reporting-Strukturen abzuwickeln.
  3. Verfallen Sie im Falle von Unordnung sofort in Panik im Gegensatz zu Karl Weick, der meint ‚Chaotische Aktivität ist besser als ordentliche Inaktivität‘.
  4. Agilität ist nur eine neue ‚Managementmode‘. Wird auch wieder vorübergehen.
  5. Die Organisationsform ist entscheidend für den Markterfolg. Structure follows Strategy. Wer braucht schon Culture?
  6. Wenn sich alle mit ihren Ideen einbringen können, werden wir automatisch innovativer.
  7. Zeigen Sie als Managementteam weiterhin kaum Veränderung. Behalten Sie ihre Rituale und Verhaltensweisen bei. Handeln Sie nach dem Motto ‚Sollen zuerst die anderen über unseren Schatten springen‘.
  8. Konflikte sind scheußlich und keineswegs das ‚Salz in der Suppe des Lebens‘, wie es uns einige einzureden versuchen.
  9. Hängen Sie digitale Verantwortungsträger so weit unten wie möglich in der Aufbauorganisation auf.
  10. Ignorieren Sie die Mitarbeiter, die merken, dass Sie eigentlich gar keine Veränderung wollen!

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