8 Stufen zum Erfolg | Visionen entwickeln und Strategien umsetzen

  1. VISION & ZIELE
  2. STRATEGIE
  3. STABILITÄT & AGILITÄT
  4. FASZINATION FEEDBACK
  5. ENTSCHLOSSENHEIT
  6. NEUES VERANKERN
  7. TEAMS
  8. FOKUS

Prolog

Mut und Selbstvertrauen, als Voraussetzung, um sich auf etwas Neues, Zukünftiges und Unbekanntes einzulassen, kann man nicht ‚kaufen’. Selbstvertrauen kommt mit der Zeit, und vor allem durch Erfolge.

Im Folgenden 8 Erfolgsfaktoren für Individuen und Organisationen, die in einer immer schnelleren und komplexeren Umwelt mit der Beständigkeit von Veränderung konfrontiert sind.

1. VISION & ZIELE

Grundvoraussetzung für vieles im Leben, so auch für das Lernen bzw. ‚Erobern‘ von Neuem, sind Visionen und Ziele. Durch Visionen werden innere Kräfte (des Wollens) in Gang gesetzt. Psychologisch gesehen, ist eine VISION (oft auch als ‚Glut unter der Asche‘ bezeichnet) das Bindeglied zwischen Träumen und Zielen. Auch wenn eine Vision oft diffus sein darf, und der Weg (Strategie!) unklar ist, liegt eine gewaltige Kraft dahinter. Vieles davon passiert unbewusst – nämlich nach dem Phänomen der selektiven Wahrnehmung: Die Vision ist näher beim Unbewussten und das Unbewusste nimmt selektiv das RICHTIGE am Weg zur Visionsverwirklichung wahr. Bewusst und unbewusst werden dann die richtigen Ziele und Strategien entwickelt. Konkrete und messbare ZIELE sind die Folge und kommen fast von selber.

Wie oft scheitert man bereits an einer kraftvollen und verständlichen Vision?

2. STRATEGIE

Die Wege zur Visions- und Zielerreichung können zum einen geplant werden (=rationale Strategien), zum anderen entstehen sie mehr oder weniger von selber (intuitive oder unbewusste Strategien). Strategien sind nichts anderes als Handlungsprogramme zur Zielerreichung. Festgelegt wird, mit welcher Ausrichtung im Produkt-/Service-, Verkaufs-, Personal-, Innovationsbereich Visionen und Ziele erreicht werden können. Da Strategien Langfristcharakter haben, ist es essentiell, einmal festgelegte (und kommunizierte) Strategien konsequent über einen längeren Zeitraum zu verfolgen und sie in das Mind-Set aller Betroffenen zu integrieren.

Strategien sind konsequent und langfristig zu verfolgen und so zu formulieren, dass sie jede/r versteht.

3. AGILITÄT & STABILITÄT (=STAGILITÄT)

Stabilität (z.B. bei den Werten, bei den wichtigsten Geschäftsprozessen im Unternehmen, etc.) schafft essentielle Voraussetzungen für Erfolg und flexibel gelebte Strategien (z.B. Kundenorientierung), aber auch für Veränderungs- und Selbstorganisationskompetenzen. In diesem Paradoxon ‚Stabilität UND Agilität‘ liegt für viele die größte Herausforderung 1). Die Prinzipien der Agilität betonen Eigenverantwortung, Transparenz und Kreativität. Diese erfordern den Mut, nicht mehr alles linear und monokausal (nach dem Wasserfallprinzip) planen zu können.

Der scheinbare Widerspruch zwischen stabilen Geschäftsprozessen und Agilität ist eine große Herausforderung.

4. FASZINATION FEEDBACK

Kontinuierliches Reflektieren und organisationales Lernen verhindern das Einfrieren von kontraproduktiven Verhaltensmustern. Sobald erkannt wird, dass z.B. Prozeduren im Vertrieb oder in der Produktion nicht rund laufen oder implementierte QM-Programme wie 6-Sigma nichts mehr helfen, geht es darum, die Prozesse mit Abstand zum Tagesgeschäft offen zu reflektieren, um das System wieder auf Erfolgsmuster umzustellen. Der Sand im Getriebe muss weg. Sehr hilfreich dabei sind offene (und meist anonym) integrierte Feedback-Systeme (z.B. Engagement-Index und Pulse-Checks zur laufenden Organisationsdiagnose). Ideal, allerdings schwer zu realisieren, wäre eine direkte, offene und ehrliche Feedbackkultur.

Wie viel ehrliches Feedback bekommt man heutzutage wirklich?

5. ENTSCHLOSSENHEIT | KONSEQUENZ

Um nachhaltig zu lernen bzw. ein strategisches Ziel erreichen zu können, ist es oft erforderlich einen Schritt zurück zu gehen, um dann wieder zwei Schritte nach vorne setzen zu können. Der Weg (Strategie!) zum Ziel ist (auch in Unternehmen) nicht mehr linear planbar. Die Umwelten2) sind zu unsicher, die Märkte zu dynamisch, die Mitbewerber zu offensiv, Technologien und Gesetze zu rasant in ihrer Entwicklung. Auch Globalisierung und Digitalisierung haben ein hohes Tempo. Ob eine Strategie gut oder schlecht ist, hängt davon ab wie konsequent und langfristig sie verfolgt wird. Ob eine Entscheidung gut ist oder nicht, hängt viel mehr vom Tun danach ab (viele Firmen tendieren beim ersten gröberen Gegenwind zu einem Turn-Around, zu einer neuen Preispolitik oder zum Austausch von Personal).

Wie oft schlagen wir beim ersten Gegenwind einen anderen Kurs ein?

6. NEUES VERANKERN

Einfach? Nein – es kann nur mit der Zeit und mit viel Übung was Neues verankert werden. Dazu folgendes 4-Stufen Lernmodell:

A. Unbewusste Inkompetenz (ich weiß noch nicht, was ich nicht kann)
B. Bewusste Inkompetenz (ich weiß, was ich noch nicht kann und habe bereits eine theoretische Vorstellung davon)
C. Bewusste Kompetenz (ich gehe IM KOPF die neuen Schritte und Prozeduren durch und versuche es bewusst richtig zu machen)
D. Unbewusste Kompetenz (neue Muster sind manifestiert – ich denke nicht mehr nach und bin im Flow).

Lernschritt C braucht aufgrund von analytischem Denken die meiste Energie. Ein inneres Skript, basierend auf unserer Ratio, läuft ab. Erst wenn Gelassenheit, Intuition und Automatisierung vorhanden sind, braucht man weniger Energie. Das bedeutet konkret, tiefe Lernprozesse brauchen Zeit. Zudem sollte die Wirksamkeit des ‚Lernens aus Fehlern‘ nicht ignoriert werden. Neues Motto: ‚Felher → es kommt darauf an, was man daraus macht‘.

Aus Fehlern wird man klug, deswegen ist einer nicht genug.

7. TEAMS

Wer wünscht sie sich nicht? Die sogenannten High-Performance-Teams, in denen jeder alles gibt, jeder jeden unterstützt und nach der einfachen Formel 1 + 1 = 3 agiert wird? Gemeinsam als Team antreten, um ein strategisches Ziel zu erreichen, geht nur über den richtigen Einsatz der besten Qualitäten der Teammitglieder, über Offenheit, Spaß und Teamgeist. Aus Rückschlägen oder Fehlern wird gelernt und das gemeinsame Ziel wird nicht aus den Augen verloren. Innovationen entstehen am besten in einem positiven Umfeld, in dem verschiedene Charaktere zusammenarbeiten und Freude an Unterschieden vorhanden ist.

Die Kraft von Teams.

8. FOKUS

Alles wird schneller, Multitasking ist Standard. ‚Speed kills’. Wir sind heute alle überfressen und keiner ist satt (oder nach John Naisbitt: ‚We are drowning in information, but starve for knowledge!‘). Wie rauskommen aus dieser Spirale? Wir können heute im Internet stundenlang nach dem richtigen Geschenk  oder richtigen Hotel suchen. Option um Option tut sich auf, vollkommen verwirrt und gerädert versuchen wir den Fokus wieder zu finden, uns zu regenerieren. Am besten sollen wir heute alles gleichzeitig erledigen. Nein, nicht ‚Speed kills’ sondern ‚Too much kills’. Achtsamkeit und Fokus sind wieder angesagt.

Weniger ist mehr …

1) Siehe dazu auch eigenen Blog unter https://www.morethanchecks.com/agilitaet-was-ist-daran-schon-neu/

2) VUCA: Ein Begriff des amerikanischen Militärs. Mitte der 1990er Jahre, nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems gab es auf einmal nicht mehr den EINEN FEIND.  Im Jargon des amerikanischen Militärs beschreibt VUCA die Bedingungen des modernen Krieges – Stichwort: asymmetrische Kriegsführung, Selbstmordattentäter, Dschungel- oder Straßenkampf. Die Bedingungen lassen sich nicht mehr mit den klaren Frontlinien vergangener Schlachten vergleichen, in denen zwei große Heere aufeinander trafen. Volatile – Uncertain – Complex – Ambigous oder auch, positiv formuliert: Vision – Understanding – Clarity – Agility.

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